Aussichtspunkte im Allgäu: 5 Panoramen vom Baumwipfel bis 2.224 Meter

David
DavidMitgründer & Guide
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Fellhorn, Nebelhorn, Skywalk Allgäu, Alpspitze und Walmendingerhorn: fünf sehr unterschiedliche Aussichten – mit Höhe, Anfahrt und dem, was man von oben tatsächlich sieht.

Wer das Allgäu von oben sehen will, hat die Wahl zwischen sehr verschiedenen Höhen: 40 Meter über den Baumkronen, knapp 1.600 Meter auf einer Sonnenterrasse oder 2.224 Meter über allem. Jeder dieser Punkte zeigt eine andere Region – und für keinen davon muss man aus eigener Kraft hinauf.

Fünf Aussichten mit dem, was für die Planung zählt: Wie hoch, wie erreichbar, und was man tatsächlich sieht.

Die fünf Aussichtspunkte im Vergleich

AussichtspunktOrtHöheBlick aufAufwand
NebelhornOberstdorf2.224 müber 400 Gipfel, vier LänderBergbahn
WalmendingerhornMittelbergknapp 2.000 mKleinwalsertal, Plattform mit AufzugBergbahn (zeitweise gesperrt)
AlpspitzeNesselwangca. 1.575 mOstallgäuBergbahn
Fellhorn BlumenwegOberstdorfGrenzkamm D/AAllgäuer und Lechtaler AlpenBergbahn plus Panoramaweg
Skywalk AllgäuScheideggbis 40 m über GrundBodensee und Alpenkettezu Fuß, ohne Steigung

Die Auswahl deckt bewusst zwei Enden ab: Nebelhorn und Walmendingerhorn liefern das klassische Hochgebirgspanorama, der Skywalk in Scheidegg dagegen die westallgäuer Perspektive mit Bodensee – geografisch ein ganz anderer Teil der Region.

1. Nebelhorn, Oberstdorf – 400 Gipfel auf einen Blick

Der unangefochtene König der Allgäuer Aussichtspunkte, und das ist keine Marketingfloskel: Von der Gipfelstation der Nebelhornbahn auf 2.224 Metern überblickt man bei klarem Wetter über 400 Alpengipfel in vier Ländern – von der Zugspitze im Osten über die Lechtaler Alpen bis zum Säntis in der Schweiz. Kein anderer Aussichtspunkt in den Nördlichen Kalkalpen bietet ein vergleichbares Panorama.

Der Weg hinauf ist unkompliziert: Die Bahn nimmt den gesamten Aufstieg ab. Oben lässt sich die Aussicht mit Wanderungen rund um den Gipfel verbinden – oder mit dem Abstieg zu Fuß, wenn genug Zeit bleibt.

2. Fellhorn Blumenweg, Oberstdorf – Panorama mit Blütenmeer

Das Fellhorn ist der einzige Punkt auf dieser Liste, bei dem nicht nur die Ferne zählt, sondern auch der Boden: Im Frühsommer verwandeln sich die Almwiesen in ein Blütenmeer. Der Panoramaweg verläuft entlang der deutsch-österreichischen Grenze – am Berg trifft das Fellhorn auf die Kanzelwand, was jede Runde automatisch grenzüberschreitend macht – mit Blick auf die Allgäuer und Lechtaler Alpen.

Das Zeitfenster für die Blüte ist kurz und verschiebt sich je nach Jahr. Wer gezielt deswegen kommt, plant besser flexibel.

3. Skywalk Allgäu, Scheidegg – Aussicht aus den Baumkronen

Der Gegenentwurf zu allen anderen: Statt auf einen Gipfel geht es hier in bis zu 40 Metern Höhe über die Baumwipfel. Der Blick reicht über den Bodensee und die Alpenkette – eine Kombination, die im Oberallgäu kein Hochgipfel bietet, weil Scheidegg im westlichen Allgäu deutlich näher am See liegt.

Praktisch ist die Steigungsfreiheit: Der Pfad funktioniert mit Kinderwagen und mit Kindern, die auf einem Berg nach zehn Minuten keine Lust mehr hätten. Der Skywalk gehört zur Waldwelt Skywalk Allgäu, in der es neben dem Baumwipfelpfad weitere Stationen gibt.

4. Alpspitze, Nesselwang – Aussicht mit Programm

Die Alpspitzbahn bringt Besucher mit zwei Kombibahnen – 8er-Gondeln und 4er-Sessel am selben Seil – auf rund 1.575 Meter, mit Blick über das gesamte Ostallgäu. Damit ist sie der Aussichtspunkt für alle, die im nördlichen Allgäu unterwegs sind und nicht bis Oberstdorf fahren wollen.

Was die Alpspitze von den anderen unterscheidet: Oben wartet nicht nur Aussicht. AlpspitzCOASTER, AlpspitzKICK und AlpspitzSPLASH liegen alle an der Bergstation – für Familien mit Kindern, denen reines Schauen zu wenig ist, ist das der praktischste Punkt der Liste.

5. Walmendingerhorn, Kleinwalsertal – Plattform mit Panoramaaufzug

Von Mittelberg im Kleinwalsertal führt die Bahn auf knapp 2.000 Meter zur Geo-Aussichtsplattform, die über einen gläsernen Panoramaaufzug erreichbar ist. Das ist der einzige Aussichtspunkt der Region mit dieser Konstruktion – und der spektakulärste Blick über das Kleinwalsertal.

Wichtig für die Planung: Die Walmendingerhornbahn ist wegen Bauarbeiten zeitweise außer Betrieb. Vor der Anfahrt lohnt der Blick auf die Karte; als Ersatz bieten sich Nebelhorn oder die Ifenbahn im selben Tal an.

Gut zu wissen

  • Sicht ist das Ganze. Ein 400-Gipfel-Blick bei Hochnebel ist ein Blick in weiße Watte. Vor der Bergfahrt lohnt sich die Webcam mehr als die Wettervorhersage.
  • Morgens ist klarer. Im Sommer bauen sich am Nachmittag oft Quellwolken auf – wer Fernsicht will, fährt früh.
  • Letzte Talfahrt einplanen. Wer oben noch wandert, rechnet den Rückweg gegen die Betriebszeit der Bahn.
  • Der Skywalk funktioniert auch bei mäßigem Wetter. Baumkronen sind auch dann interessant, wenn die Fernsicht fehlt – die Hochgipfel sind es nicht.
  • Walmendingerhorn vorher prüfen. Die Bahn ist wegen Bauarbeiten zeitweise gesperrt.

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Passend dazu: die Gipfeltouren im Allgäu für alle, die zu Fuß hinauf wollen, die Bergbahnen im Überblick, der Skywalk Allgäu im Detail und Hotels mit Aussicht für alle, die den Blick auch morgens wollen.

Häufig gestellte Fragen

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Mitgründer von All Active. Bergsportler, Fotograf und Kenner der Allgäuer Genuss- und Freizeitszene – von der Gipfeltour bis zum Lieblingscafé.